Fall 1: Rückbau im Bestand, öffentlicher Auftraggeber
Ein Abbruchunternehmen hatte den Zuschlag für einen Rückbau im Bestand mit rund 1 Mio. € Auftragsvolumen erhalten. Die Bauleitung war mit dem Start der Baustelle ausgelastet; eine eigene Nachtragsabteilung gab es nicht.
Wir haben das Leistungsverzeichnis gegen Pläne und den tatsächlichen Bestand geprüft und die Abweichungen herausgearbeitet. Für die belastbarsten Punkte lagen nach wenigen Tagen prüfbare Nachtragsangebote vor, auf dem Briefkopf des Unternehmens. Nach zwei Wochen hatte der Auftraggeber Nachträge über 310.000 € beauftragt – mehr als ein Viertel der Auftragssumme.
Fall 2: Außenanlagen im öffentlichen Wohnungsbau
Ein Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus baute die Außenanlagen einer Wohnanlage für einen öffentlichen Wohnungsbauträger. Ursprünglicher Auftrag: 598.000 €. Im Verlauf änderten sich Pläne, Mengen und Anforderungen immer wieder – typisch für das letzte Gewerk vor der Übergabe.
Der Schlüssel war kein Trick, sondern ein System: jede Änderung sofort angezeigt, jeder Nachtrag prüfbar aus der Urkalkulation gerechnet, jede Position im Register mit Status und Wiedervorlage. Am Ende stand ein Auftragsvolumen von 2,1 Mio. € – mehr als das Dreifache des ursprünglichen Auftrags, ohne dass ein Nachtrag an der Prüfbarkeit gescheitert wäre.
Was beide Fälle gemeinsam haben
Früher Blick in die Unterlagen, konsequente Anzeigen, prüfbare Nachträge und ein Register, in dem nichts verloren geht. Genau so arbeiten wir in jedem Mandat – unabhängig von Gewerk und Größe.
Kundennamen nennen wir nur mit Zustimmung. Zahlen netto, gerundet.